Barrierefreies Bayern

Arbeitsgemeinschaften

MdL Ruth Müller (SPD) spricht über das Projekt "barrierefreies Bayern"

Für Menschen mit Behinderung, Senioren oder auch Familien mit Kleinkindern ist der Alltag in Bayern oft ein Hindernislauf. Die Barrierefreiheit endet schon am nächsten Bordstein, an unverständlichen Behördeninformationen oder an unzugänglichen Bahnhöfen, wie zum Beispiel in Straubing.

 

 

Barrierefreiheit aber ist die Voraussetzung für echte Teilhabe aller Menschen – mit und ohne Behinderung - am gesellschaftlichen Leben. Am Dienstagnachmittag sprach MdL Ruth Müller aus dem Landkreis Landshut zu diesem Thema im Gäubodenhof. Die SPD-Landtagsfraktion hat sich dieser Problematik verschrieben und zusammen mit der Bayern SPD die Kampagne "bayernbarrierefrei" ins Leben gerufen.

Der Bezirksvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft 60 plus, Uwe Brandes, begrüßte die Gäste, Vertreter der ArGe "Selbst Aktiv - Menschen mit Behinderung" in der Bayern SPD, Juliane Eigner vom Straubinger Behindertenbeirat, Herta Neumeier, frühere Vorsitzende der Straubinger ArGe 60 plus, ihre Nachfolgerin Irene Ilgmeier und die Vorsitzende vom Straubinger Ausländerbeirat. Vormittags war bereits MdB Rita Hagl-Kehl an einem Infostand beim Stadtturm aktiv gewesen. Barrierefreiheit in Bayern war das große Thema des Tages.

Staatsregierung mit Fragen konfrontiert Nachdem Ministerpräsident Horst Seehofer in seiner Regierungserklärung vom November 2013 angekündigt hat, Bayern werde in zehn Jahren komplett barrierefrei sein, und zwar im gesamten öffentlichen Raum und im gesamten ÖPNV (Personennahverkehr) habe die SPD-Landtagsfraktion Aufklärung über die Pläne der Staatsregierung eingefordert. Die Landtagsfraktion hat dazu im März 2014 eine große schriftliche Anfrage an die Staatsregierung mit 227 Fragen in den Bereichen Bauen und Wohnen, Mobilität, Bildung, Kommunikation, Gesundheitswesen, Tourismus, Sport, Freizeit, Kultur und Bewusstseinsbildung vorgelegt.

Die Staatsregierung hat sich dazu in einer Drucksache vom 30. Januar geäußert. "Bayern kann Energiewende genau so gut wie Barrierefreiheit, nämlich überhaupt nicht!", kommentierte MdL Ruth Müller dieses Schreiben, denn die Antworten der Staatsregierung hätten keine klaren Aussagen und noch weniger Erkenntnisse über die Barrierefreiheit gebracht. Einkaufsmöglichkeiten barrierefrei zu gestalten sei vielfach wichtiger, als die Barrierefreiheit in Rathäusern, so die Meinung der Landtagsabgeordneten, denn die Menschen gingen öfter einkaufen als ins Rathaus.

Es gibt genügend Beispiele aus dem Alltag Ruth Müller ergänzte ihre Ausführungen mit Beispielen aus dem Alltag. Es gebe Möglichkeiten, auch mit wenig Geld große Schritte in Richtung Barrierefreiheit zu machen. Dazu müsse man nur mit offenen Augen durch seine Heimatstadt gehen.

Barrierefreiheit interessiert noch viel zu wenig Irene Ilgmeier ergänzte, der Gäubodenhof sei derzeit das einzige barrierefrei erreichbare Restaurant mit entsprechenden Toiletten im Erdgeschoss. Nach Beendigung des Umbaus gebe es diese Möglichkeit auch im Hotel Röhrl. Barrierefreiheit ist ein interessantes Thema, leider mit wenig Zuspruch bei der Veranstaltung und laut Irene Ilgmeier mit mangelndem Interesse in der Bevölkerung. Juliane Eigner vom Behindertenbeirat hatte Einiges zur Barrierefreiheit und über die nicht fehlende Barrierefreiheit in Straubinger Geschäften zu berichten. Sie schlägt für jede bayerische Gemeinde die Installation eines Behinderten-Beauftragten vor, der sich auch solcher bedeutenden Themen wie der Barrierefreiheit annimmt.

Text: Straubinger Tagblatt vom 28.5. /- wil -

Bildunterschrift: Teilnehmer der Info-Veranstaltung über Barrierefreiheit zusammen mit der
Landtagsabgeordneten Ruth Müller (2.v.l.) und Irene Ilgmeier (2.v.r.), Vorsitzende der
Straubinger ArGe SPD 60 plus.

 
 

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