Für ein starkes demokratisches Europa

Arbeitsgemeinschaften

Maximilian Ditmer fordert ein starkes demokratisches Europa

 

 

Die Spd AG 60 plus Niederbayern hat am 27. März 2019 zum Thema Europa nach Plattling in die Fischerstuben eingeladen. Einleitend zum Referat äußerte Vorsitzender Hartmut Manske die aktuelle politische Situation in Europa, wo radikale rechte Zeitgenossen ihr Unwesen treiben um das gesamte europäische Gefüge zu spalten. „Nur ein starkes demokratisches Europa ist in der Lage dem entgegenzuwirken“. Immerhin haben wir in Deutschland seit 70 Jahren keinen Krieg mehr.

Darauf eingehend  sprach der niederbayerische Europakandidat Maximilian Ditmer  kurz über seine familiäre Herkunft. So hat er einen holländischen Vater, eine Mutter aus der Pfalz, also Europa im Blut.  Weiter erzählte er von  seinen holländischen Großeltern, über die Schrecken der deutschen Luftangriffe auf Rotterdam, was ihn zu einem Kämpfer für den Frieden gemacht habe. „Russland gehört auch zu Europa, wenn es um Frieden geht. Heute spricht man ja schon wieder über die Stationierung neuer Mittelstreckenraketen in Polen. Und warum? „Weil wir innenpolitische Einflussnahme in Russland genommen haben, weil wir uns in den Krimkonflikt eingemischt haben, was keinem der Beteiligten Frieden gebracht hat.“ Der Ost-Ukraine-Konflikt schwelt immer weiter. Dabei hat die Bevölkerung auf der Krim sich durch eine Volksabstimmung mehrheitlich zu Russland bekannt. Wenn dieses Problem nicht gelöst wird“, prophezeite der EU-Kandidat, „dann bleibt uns dieser Konflikt erhalten.  Hinzu kommt der Konflikt mit der Türkei, die ja auch ein Bestandteil des europäischen Kontinents ist. Auch da werde entschieden, ob es beim jetzt 70jährigen Frieden in Europa bleibt oder nicht. Das gehe aber nur, wenn alle Staaten, die in diesen Regionen wirtschaftliche Interessen verfolgen, zurückstecken“, meinte der SPD-Politiker. Ditmer sprach sich zur Problemlösung für ein europaeinheitliches Vorgehen aus, weil einzelne europäische Länder keine Lösungen mehr schaffen können. Ditmer überraschte seine Zuhörer völlig mit seinem Bekenntnis zu einer totalen Globalisierung und erklärte das so: „Was wir jetzt in Deutschland und Europa und Teilen der Welt haben, ist eine Teilglobalisierung. Die EU und Nationalstaaten spielen bereits andere Volkswirtschaften gegeneinander aus. Im Endeffekt ist auch für Deutschland nur die EU der Garant dafür, dass unsere Volkswirtschaft so weiterlaufen kann wie bisher.“ Im Zusammenhang mit einem enger zusammenrückenden Europa sprach sich Ditmer für die Schaffung gemeinsamer, sozialer Standards aus, was aber nicht von heute auf morgen gehe. Dazu brachte der junge EU-Kandidat Beispiele vom gewaltigen Sozialgefälle zwischen Deutschland und Südost- und Südeuropa und zeigte dabei auch die innenpolitischen Schwierigkeiten von Ländern wie Rumänien, Griechenland oder Italien auf, besonders auch, was die hohe Jugendarbeitslosigkeit in diesen Ländern anging. Abschließend ging der Referent mit den von der Politik bisher mit Samthandschuhen angefassten Großkonzernen ins Gericht und geißelte die deutsche Finanz- und Niedriglohnpolitik, die andere Länder kaputtmache und von denen „wir uns den Exportweltmeister bezahlen lassen“

 
Bericht vom 27.3.2019
 
 

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